Klima Usbekistans

Klima Usbekistans

Durch seine geografische Lage, weit entfernt von den Ozeanen und Meeren im Inneren des eurasischen Kontinents, wird Usbekistan von kontinentalem Klima geprägt. Dieses zeichnet sich durch wolkenloses Wetter während der meisten Zeit des Jahres, lange und heisse Sommer, relativ kalte Winter und geringe Niederschlagsmenge aus. In Usbekistan gibt es grosse jährliche aber auch tägliche Temperaturunterschiede.

Das Relief Usbekistans bestimmt die atmosphärische Zirkulation und spielt damit eine wichtige Rolle bei der Bildung des usbekischen Klimas. Im Norden und Nordwesten ist das Land flach, weshalb im Winter Kaltluftmassen ungehindert in das Gebiet vordringen können. Das bergige Gelände im Süden verhindert wiederum das Eindringen von warmer tropischer Luft. Dies führt zu kalten aber normalerweise klaren Wintern. Die durchschnittliche Wintertemperatur (Januar) variiert von -8°C bis +3°C, in Berggebieten kann sie auf -16°C sinken. Unter dem Einfluss von arktischer Luft wurden -35°C als absoluter Tiefstwert gemessen. Im Sommer bildet sich im flachen Teil des Landes die lokale tropische Luftmasse von Turan. Die Luft wird trocken und heiss, gesättigt mit feinem Staub. Im Juli beträgt die Durchschnittstemperatur im nördlichen Teil des Landes 26-32°C, während sie im Süden (Termez) 41-42°C erreicht. Die Maximaltemperaturen können 50°C überschreiten.

Niederschlag

Usbekistan ist relativ niederschlagsarm. Während in der Wüste etwa 100 mm Niederschlag pro Jahr fallen, beträgt die Menge in den Gebirgen im Osten etwa 800-900 mm. Im Vergleich dazu beträgt die Niederschlagsmenge in der Schweiz etwa 1’000-1’500 mm pro Jahr. 70% des Niederschlags in Usbekistan fällt in Winter und Frühjahr. Im Winter kann es auch im Flachland schneien, allerdings beträgt die Schneedecke meist nur einige Zentimeter. In den Bergen gibt es im Schnitt ca. 60 cm Schnee, wobei es in Ausnahmen auch zu einer Schneedecke von bis zu  2 Metern kommen kann.

Winde

In Usbekistan herrschen vor allem Winde aus nördlicher oder westlicher Richtung. Es gibt einige lokal vorkommende Winde mit Auswirkungen auf die Wirtschaft. Im Fergana Tal kann es bei bestimmten Luftdruckbedingungen zu Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von 30-40 m/s kommen, welche die Ernte bedrohen können. In der Provinz Surxondaryo im Süden bläst der Wind regelmässig aus Afghanistan; die Winde sind zwar nicht sonderlich schnell, führen aber jede Menge Staub und Sand mit sich und können deshalb verheerende Auswirkungen auf blühende Bäume und Pflanzen haben.