Chiwa – Traum aus 1001 Nacht

Der Legende nach wurde der erste Brunnen in Chiwa auf Anweisung von Sem, dem Sohn Noahs gegraben. Glaubwürdiger scheint aber folgende Geschichte: Im 5. Jahrhundert vor Christus war eine grosse Karawane nach Osten unterwegs. In einem Sandsturm verlor sie ihren Führer und zog fortan planlos durch die Wüste. Als die Reisenden bereits jegliche Hoffnung auf Rettung verloren hatten, fand einer der Karawanenfahrer zufällig eine Quelle. Nach dem ersten Schluck schrie er «Chey vak», was im Aramäischen «welch leckeres Wasser» bedeutet und den Namen des Ortes prägte. Um den Brunnen wurde die erste Ortschaft gebaut. Im 5. Jahrhundert nach Christus wurde dann die erste Stadtmauer errichtet, welche allerdings nicht einmal fünf Meter hoch war. Im Laufe der Zeit wurde Chiwa zu einem wichtigen Ort auf der Seidenstrasse.

Als Oase ist Chiwa von Wüsten umgeben: Im Norden liegt die Kysylkum und im Süden die Karakum. Es gibt deshalb keine Wälder und nur wenig Wasser, aber dank der harten Arbeit zur Zeit des choresmischen Reiches wurde Chiwa zum kulturellen, administrativen und wirtschaftlichen Zentrum der Region.

Im 16. Jahrhundert wurde Chiwa zur Hauptstadt des neu gegründeten Chiwa Khanats, einem Fürstentum, welches sich über Teile der heutigen Staaten Usbekistan, Turkmenistan und Kasachstan erstreckte. Zu dieser Zeit begann der Bau von Kulturbauten wie Medresen, Moscheen und Palästen.

90’000

Bevölkerung

2’500 Jahre

Alter von Chiwa

100 Meter

Höhe über Meer

Als einzige Stadt Usbekistans hat Chiwa immer noch eine sehr gut erhaltene Stadtmauer. Dabei handelt es sich allerdings nur um die innere von ursprünglich zwei Stadtmauern. Im innersten Teil der Stadt, in der Landessprache Ichan-Kala genannt, lebten einst neben den Khanen auch die anderen Adligen sowie die Beamten des Chiwa Khanats. Fast alle Baudenkmäler sowie Restaurants, Souvenirläden, Werkstätten und Hotels befinden sich in der Ichan-Kala, welche als Fussgängerzone konzipiert ist. In den engen Gassen mit den historischen Gebäuden werden Sie sich wie im Märchen von 1001 Nacht fühlen. Etwa 4’000 der insgesamt 90’000 Einwohner leben in der Ichan-Kala.

Flugverbindungen: Der nächste Flughafen liegt in Urgench, 35 km entfernt. Verbindungen werden nach Russland angeboten, während der Hauptsaison gibt es aber auch Direktflüge von Italien und Frankreich.

Eisenbahnverbindungen: Im Jahre 2018 wurde ein Bahnhof gebaut, wodurch es nun eine direkte Bahnverbindung nach Buchara gibt.

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