Der Komplex setzt sich zusammen aus dem Abu Bakr Qaffal al-Shashi-Mausoleum, der Namozgokh-Moschee, der Barakhan-Medrese, der Tillya Sheikh-Moschee, der Mui Muborak-Medrese (wo der berühmte Osmanische Koran aufbewahrt wird) und der Khast-Imam-Moschee.

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Khast-Imam-Komplex

BARAKHAN-MEDRESE

Im Jahre 1485 wurde der berühmte Schriftsteller Zainiddin Mahmud Wasifi, ein Schüler des berühmten usbekischen Dichters Alisher Navoi, in Herat im heutigen Afghanistan geboren. Aufgrund einer Invasion des persischen Schahs musste er das schiitische Herat verlassen und zog im Jahre 1515 nach Taschkent.

Um die Aufmerksamkeit des Herrschers von Taschkent, Suyanich Khodzhi (dem Onkel von Muhammad Sheibanikhan), auf sich zu lenken, schrieb er ein grosses Gedicht zu Ehren von Taschkent. Dieses gefiel dem Herrscher so gut, dass er Zainiddin Wasifi zum Lehrer der Thronfolger ernannte. Einer davon, Navruz Ahmad, genannt Barakhan, beschliesst, für seinen Lehrer eine Medrese bauen zu lassen, damit dieser dort als Mudaris (Rektor) wirken kann. Der Bau der Medrese geht auf die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück und ist eines der grössen architektonischen Bauwerke von Khast Imam.

Das Gebäude wurde durch Naturkatastrophen mehrmals beschädigt, am Schlimmsten im 19. Jahrhundert. Durch die diversen Renovationen ist das ursprüngliche Erscheinungsbild der Medrese nicht erhalten geblieben. Sie umfasst mittlerweile zwei weitere alte Gebäude, wobei eines davon die Grabstätte der Herrscher von Taschkent war.

Während der Sowjetzeit und bis ins Jahr 2008 wurde die Barakhana Medrese als Hauptsitz des Zentralasiatischen Muslimischen Spirituellen Rates genutzt. Heute ist sie ein Handwerkszentrum.

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Barakhan-Medrese. Khast-Imam-Platz

KHAST-IMAM- MOSCHEE

Die neue Mosche von Tashkent wurde im Jahre 2008 erbaut und nach Abu Bakr Qaffal al-Shashi benannt. Der Bau erfolgte in der Tradition der taschkenter Architektur. Unüblich sind allerdings die 54 Meter hohen Minarette, da aufgrund der seismischen Aktivität in Taschkent üblicherweise keine Minarette gebaut wurden.

Khast imam Platz. Taschkent
Blick auf dir Khast-Imam-Moschee

NAMOZGOKH MOSCHEE RESP. ISLAMISCHES INStitut

Neben dem Mausoleum von Abu Bakr befindet sich die Namozgokh-Moschee, welche zur Zeit des Kokand Khanats errichtet wurde. Damit sollte es Garnisonssoldaten aus Kokand ermöglicht werden, im eroberten Taschkent die Feiertage Eid-al-Fitr und Eid-al-Adha zu feiern und ihre Gebete zu halten.

Seit der Sowjetzeit gibt es in der Moschee ein islamisches Institut, welche pro Jahr eine kleine Anzahl an Absolventen hervorbringt. Es war der einzige Ort, der muslimische Theologen in der ehemaligen Sowjetunion ausbildete.

Noch heute fungiert das nach dem Imam Al Bukhari benannte Gebäude als islamisches Institut und ist gilt als spirituelle Hochschule von Taschkent. Ausgebildet werden islamische Gelehrte, Imam-Hatib (den Geistlichen, der die Freitagsgebete leitet) und Lehrer der arabischen Sprache aus.


TILLyA SHEIKH- MOSCHEE

Die Moschee wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut. «Tillya Sheikh» bedeutet «goldener Scheich», allerdings ist nicht abschliessend geklärt, wie es zu diesem Namen kam. Bis 1991 war dies die Hauptmoschee von Taschkent. Sie ist auch heute noch aktiv, allerdings gehen mittlerweile die meisten Gläubigen in die neue und deutliche grössere Khast-Imam-Moschee zum Freitagsgebet.


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