Das Grab des heiligen Daniel

Der heilige Daniel ist in drei Weltreligionen bekannt: im Islam als Daniyar, im Judentum und im Christentum als Daniel. Der Legende nach wurde er im Jahr 603 vor Christus als Nachkommen von König David geboren. Neben seiner Schönheit und seiner aussergewöhnlichen Intelligenz soll er Fähigkeit des Hellsehens besessen haben. Er ging als subtiler Psychologe, weiser Staatsmann und grosser Wahrsager in die Geschichte ein.

Im Alter von 17 Jahren wurde er vom babylonischen König Nebukadnezar gefangen genommen. Da Daniel sich aber schon in jungen Jahren als gebildeter spiritueller Mensch zeigte, ernannte ihn der Herrscher zum Leiter über alle Magier und Zauberer. Daniel konnte Träume deuten und entsprechende Vorhersagen machen. Gegen Ende seines Lebens zog nach Susa im heutigen Iran, wo er starb und begraben wurde.

Die Legende besagt, dass die Überreste des Heiligen Glück bringen. Die, welche sie besitzen, seien reich und wohlhabend. Es wird angenommen, dass Timur die Gebeine deshalb nach Samarkand bringen liess, als er Susa eroberte. Samarkand sollte sich zu einer wohlhabenden Region entwickeln.

Eine weitere Legende sagt, dass das Grab nach der Bestattung in Samarkand zu wachsen begann und im Laufe der Jahre 18m lang wurde. Später wurde das Grab auf der gesamten Länge mit Stein verkleidet. Um das Grab wurde ein fünfkuppliges Mausoleum im traditionellen Stil errichtet. Gläubig von drei Religion besuchen diesen Ort.

Unweit des Mausoleums gibt es eine Quelle; das Wasser gilt als heilig und wird von Pilgern getrunken.

Interessanter Fakt

Neben dem Mausoleum wächst ein Pistazienbaum, der mehr als 500 Jahre alt ist. Gegen Ende des 20. Jahrhundert war der Baum ausgetrocknet. Im Jahre 1996 besuchte Patriarch Alexius II., das damalige Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche Samarkand, um die 1912 gebaute Alexejewski Kathedrale zu weihen. Im Rahmen seines Aufenthaltes wurde er auch zum Grab des heiligen Daniel geführt. Er betete im Innern des Mausoleums und besprenkelte danach den Baum mit Weihwasser. Kurze Zeit später blühte der Baum wieder in alter Pracht. Die wird vielerorts als Wunder betrachtet.


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